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  • Philipp AAplus Physio

FDM - das Triggerband (Teil2)

Aktualisiert: 30. Jan 2019


Liebe Leser/ innen,


wenn Patienten mit dem Fasziendistorsionsmodell behandelt werden, erinnern sie sich meistens an die Triggerbänder!

Aber was ist das überhaupt - ein Triggerband?

Ich versuche es euch in meinen Worten zu beschreiben und meine Erfahrungen an dieser Technik aus dem FDM mit euch zu teilen.


Zuerst müssen wir ein paar erste Grundlagen schaffen:


Faszien sind bindegewebige Strukturen die den ganzen Körper umhüllen und auskleiden.

Ein gutes Beispiel ist für mich der Vergleich mit einem Kotelett. Wenn man einen Querschnitt unseres Armes oder Beines anschaut, hat es mit diesem eine gewisse Ähnlichkeit.

Knochen, Muskel und eine weiße, fasrige Struktur die das ganze umhüllt und durchzieht - Faszien.

Diese Faszien haben verschiedene Aufgaben im Körper und dementsprechend verschiedene Eigenschaften in Bezug auf Härte, Dehnfähigkeit usw.

Die Kernaussage im FDM ist, dass Fasziendistorsionen ( also Verdrehungen / Zerrungen, Risse der Faszien) die Hauptursache für Schmerzen und Bewegungseinschränkungen beim Menschen sind.

Eine provokante These, die viel diskutiert wird.


Der zweite wichtige Punkt ist die Art der Diagnostik im FDM. Der Patient zeigt uns diese Distorsionen über eine spezifische, unbewusste Schmerzgestik - gekoppelt mit einer typischen Schmerzbeschreibung. Genaues Beobachten ist hier also für den Physiotherapeuten angesagt!


In den späteren Blogeinträgen werde ich immer weitere Informationen zur Theorie des FDM beschreiben. Jetzt will ich aber schon einmal die erste Distorsion vorstellen, damit es losgeht :)


Das Triggerband:


Triggerbänder kommen überall da vor, wo sich Muskel-, Band- und Sehnenstrukturen am Körper befinden - also fast überall!


Diese verdrehten bandartigen Faszien triggern also etwas - Schmerz und Bewegungseinschränkungen in verschiedenen Schweregraden, verursacht durch verschiedene Verletzungsmechanismen - z.B. umknicken, "verstauchen", "zerren".

Bei einem Triggerband zeigt der Patient in der Regel mit seinem Zeigefinger entlang der betroffenen Strukturen und beschreibt einen ziehenden, reißenden Schmerz.

Die Kunst des FDM - Therapeuten ist es, diese Schmerzgestik und Schmerzbeschreibung richtig einzuordnen und adäquat zu behandeln. Dabei sollte man die typischen Triggerbandverläufe kennen und beachten. Nur durch eine vollständige "Entdrehung" der gesamten Struktur bekommen wir einen dauerhaften Behandlungserfolg.


Bei der Behandlung fährt der Therapeut mit seinem Daumen die Faszie vom Anfang bis zum Ende mit intensiven Druck entlang, um die Strukturen wieder richtig auszurichten. Richtig angewendet erleben wir hier teilweise phänomenale Behandlungserfolge, wo Patienten mit stärksten Schmerzsymptomen nach einer Behandlung komplett belastbar und schmerzfrei geworden sind.


Man muss es einfach selbst erlebt haben!


Der Physiotherapeut sollte hier Mut haben. Triggerbandtechnik ist eine für den Patienten schmerzhafte Technik, die unter Umständen mit Blutergüssen und muskelkaterartigen Nachwehen begleitet wird.

Dadurch steht man unter Druck! Der Patient wird die Behandlung viel eher kritisch betrachten, wenn er bei der Behandlung Schmerzen erfahren hat. Trotzdem ist hier die Devise: Wenn dann richtig!


Ich verspreche hier keine Wunderheilung oder ein unanfechtbares Konzept - ich beschreibe meine Erfahrungen mit dieser Art der Behandlung und den vielen Patienten, die unglaublich dankbar waren das ihre Probleme beseitigt wurden. Patienten die schon bei vielen Ärzten und Physiotherapeuten waren, die ihnen nicht helfen konnten. Und darum geht es ja im Endeffekt - Menschen zu helfen.


Vielleicht habe ich bei dem ein oder anderen ein bisschen Interesse geweckt. Folgt diesem Blog und erfahrt in den nächsten Wochen mehr über dieses spannende Therapiekonzept.


Bis bald!


Philipp von AAplus Physio


AAplus Physio

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www.physiotherapie-charlottenburg-aaplus.de


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